Studieren in Deutschland: So funktioniert das Hochschulsystem für internationale Studierende

Deutschland ist weltweit eines der beliebtesten Länder für ein Studium. Ein Studium in Deutschland ist an vielen Hochschulen kostenlos oder sehr günstig. Allerdings ist das Hochschulsystem anders als in vielen anderen Ländern. Daher lohnt es sich, die Unterschiede zu verstehen, um am Ende den richtigen Weg zu wählen. 

 

Welche Hochschulen gibt es? 

Es gibt unterschiedliche Hochschulen, die sich in ihren Fachrichtungen und ihrer Praxisorientierung unterscheiden. Die Bezeichnung ,,Hochschule’’ ist ein Oberbegriff, der alle höheren Bildungseinrichtungen in Deutschland umfasst. Dazu gehören unter anderem:

  • Universitäten

An Universitäten lernt man viel Theorie. Der Fokus liegt vor allem auf der Forschung und es gibt eine breite Auswahl an unterschiedlichen Fächern. In Düsseldorf gibt es zum Beispiel die Heinrich-Heine-Universität an der man Studienfächer wie Medizin, Naturwissenschaft, Jura oder auch Sozialwissenschaften studieren kann. Die älteste Universität Deutschlands ist die Ruprechts-Karl-Universität in Heidelberg (heute: Universität Heidelberg). Seit 1392 ist die Universität in Betrieb und vermittelt über 32.000 Menschen wertvolles Wissen.

  • Fachhochschulen

Fachhochschulen sind sehr praxisnah und oft verbunden mit einem Praktikum im Studium. Man lernt dort eher in kleinen Gruppen und spezialisiert sich auch schon etwas mehr als an einer Universität. Eine bekannte Fachhochschule ist die FH Aachen. Dort besteht auch ein zahlreiches Angebot an Studiengängen: das Angebot beinhaltet Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Architektur, Gesundheitswissenschaften sowie Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Fachhochschulen haben oft die Besonderheit, dass die Bewerber für kreative Studiengänge, wie Architektur, Design, Fotografie ein Portfolio beifügen müssen.

  • Technische Universität

Eine Technische Universität ist zwar auch eine Universität, mit Fokus auf Forschung und Theorie. Aber sie spezialisiert sich auf Technik und Naturwissenschaftliche Studiengänge. Eine sehr beliebte Technische Universität ist die Technische Universität München (TUM). Auch diese Hochschule bietet ein großes Angebot an Studiengängen. Von Medizin zu Ingenieurwissenschaften – hier findet sicherlich jeder einen passenden Studiengang!

  • Duale Hochschule

An einer Dualen Hochschule kombiniert man das Studium und eine Ausbildung im Betrieb. Das Studium geht in der Regel etwas länger, da man nicht Vollzeit studiert, sondern in Teilzeit im Ausbildungsbetrieb ist und in Teilzeit an der Hochschule. 

 

Für welche Art von Hochschule man sich entscheidet, hängt am Ende davon ab, was man gerne studieren möchte, wie man am besten lernt: praxisorientiert oder eher theoretisch und was man nach dem Bachelorstudium gerne machen möchte – an einer Universität kann man einen Masterabschluss absolvieren und später die Promotion anstreben. Möchte man nach dem Bachelorstudium sich lieber direkt beruflich weiterentwickeln, entscheidet man sich eher für eine Fachhochschule oder eine duale Hochschule.

 

Welche Abschlüsse kann man machen? 

In Deutschland ist der erste Hochschulabschluss, den man machen kann, der Bachelor. Er dauert in der Regel 3-4 Jahre und erst nach Abschluss des Bachelors hat man die Möglichkeit einen Master zu machen. Der Master ist eine Vertiefung nach dem Bachelor und dauert auch nochmal 1-2 Jahre. Schlussendlich gibt es noch die Promotion, das ist der höchste akademische Abschluss und erfordert viel Forschung. 

Eine Ausnahme gibt es bei den Studiengängen: Medizin, Jura und Lehramt. Denn dort gibt es noch das sogenannte Staatsexamen, eine staatliche Prüfung, die bestanden werden muss, um später in den jeweiligen Berufen arbeiten zu dürfen. Diese Studiengänge sind in der Regel nur an Universitäten zu studieren.

 

Aufnahme an einer deutschen Hochschule 

Deutsche Schüler brauchen das Abitur, um an einer Hochschule studieren zu können. Internationale Studierende brauchen ein gleichwertiges Zeugnis aus ihrem Heimatland. Allerdings werden viele ausländische Zeugnisse nicht direkt anerkannt. Daher müssen internationale Schüler oftmals zunächst ein Studienkolleg besuchen und die Feststellungsprüfung ablegen, um dann nach Bestehen dieser Prüfung an einer deutschen Hochschule studieren zu können. 

 

Studienkolleg

Ein Studienkolleg bereitet internationale Studierende auf den Hochschulzugang in Deutschland vor. Es dauert in der Regel ca. 1 Jahr und endet mit der Feststellungsprüfung. Bei uns am Studienkolleg Düsseldorf ist diese Feststellungsprüfung staatlich anerkannt. Das heißt, nach Bestehen der Prüfung können unsere Schüler:innen in ganz Deutschland studieren.  Wenn du gerne herausfinden möchtest, ob du ein Studienkolleg besuchen musst und wie genau du dich bewerben kannst, dann schaue dir gerne unseren Blog an! Dort erklären wir alles Schritt für Schritt. 

 

Der Weg zum Studium in Deutschland ist machbar und auch gar nicht so kompliziert, wenn man einmal die Unterschiede versteht. Willst du in Deutschland studieren, aber bist du noch unsicher, ob du die Voraussetzungen erfüllst oder vorher doch noch den Schritt zum Studienkolleg gehen musst? Dann kontaktiere uns gerne und wir prüfen mit dir gemeinsam deine Möglichkeiten. 

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